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ein Jahr Kambodscha

Im September war ich jetzt für ein Jahr hier. Die Zeit ist sehr schnell vergangen. Was hab ich alles erlebt? Ich bin mehr als 1000 km gejoggt, mehr als 500km mit dem Rad gefahren und  hab schon über 2000 km auf meinem Mopedtacho. Dazu noch einige Fahrten mit dem Bus. Ich war in 12 Provinzen hier in Kambodscha unterwegs, dazu Kurzurlaube in Thailand, Laos und Vietnam. Ein Hightlight war hier eine 3tägige Fahrradtour am Mekong von Kratie nach Stung Treng mit Übernachtung in HomeStays und Bootsfahrten durch Stromschnellen und an Delphinen vorbei und natürlich Angkor Wat und die anderen Tempel rund um Siem Reap. Von den anderen Ländern hat mir Laos am besten gefallen und da Luang Prapang. Siem Reap und Battambang kenne ich mittlerweile fast schon auswendig, war aber auch schon in Phnom Penh, Pailin, Sihanukville, Kampot, Kep, Kampong Cham, Mondol Kiri und Stung Treng.


Mit dem Fahrrad durch die Stadt zu radeln wird mir auch nach einem Jahr noch nicht langweilig. Es verändert sich immer was hier. Seit wir hier sind haben 2 Kinos , mehrere Cafes , eine Eisdiele und eine Pizza aufgemacht. Dazu noch verschiedene Restaurantes und Bekleidungsgeschäfte. Auch die Menschen haben sich noch nicht an mich gewöhnt und ich werde nach wie vor von Kindern aber auch von Erwachsenen begrüßt und angesprochen, oft auch auf Englisch. Da wir hier sehr wenige Prabang(Ausländer) sind spreche ich auch jeden Touristen an den ich treffe um mein Englisch zu verbessern. In 2 Wats sind Bauarbeiten die ich schon von Anfang an verfolge und die ich auch schon näher besichtigen durfte. Allgemein sind die Menschen hier sehr aufgeschlossen wenn man auf sie zu geht.

Auch mit meinen Kambodschanischen Freunden verbringe ich immer mal wieder Zeit. Einer hat einen Stand am Zentralmarkt und füllt Gasflaschen um. Wir trinken ab und zu ein Bier miteinander und spielen Schach. Er hat mir die Kambodschanische Version beigebracht.  Der andere hat einen kleine Laden, da trinke ich manchmal mein Feierabendbier. Beide können nur sehr wenig Englisch und ich kein Khmer. Trotzdem funktioniert die Unterhaltung ganz gut.Boulspielen habe ich aufgegeben da sie mir hier einfach zu gut sind.

Dann haben wir noch ein Fitnessstudio mit Schwimmbad. Dort treffe ich mich mehr oder weniger regelmäßig mit unserer Indonesischen Freundin und einer Kambodschanerin zum gemeinsamen Training. 

30.11.17 10:13, kommentieren

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Oktober/November

Anfang Oktober flog ich dann nach Luang Prabang in Laos. Nach dem ich mein Startpaket für den Lauf organisiert hatte, verbrachte ich den restlichen Tag mit Besichtigungen. Es ist eine tolle Stadt und absolut zu empfehlen.Sie gehört zum Weltkulturerbe, aber ist trotzdem nicht von Touristen überlaufen. Die Wats, von denen es sehr viel giebt und die schmalen Gassen im französischen Viertel ließen keine Langeweile aufkommen und dazu die kleinen Garküchen auf der Straße mit leckerem Essen. Es gibt auch sehr schöne Lokale dort, aber die Zeit war zu kurz um sie zu testen. Am nächsten Morgen dann das Rennen. Es ging nochmal durch all die Straßen die ich mir am Tag vorher angesehen hatte. Einfach super und mit dem Ergebniss war ich mehr als zu frieden.

Abends fuhr ich dann mit einem Nachtbus mit Liegeplätzen die 8 Std nach Vientien. Es ist die Hauptstadt von Laos und absolut reizlos. Die wenigen Sehenswürdigkeiten die man zu Fuß erreichen kann hatte ich an einem Tag durch. Absolut sehenswert ist Pha That Luang. 

Abends gings dann  mit einem Nachtbus nach Pakse und wieder 12 Std Fahrt. Es ist eine schöne Kleinstadt am Mekong und die Ausgangsstation für tolle  Touren in die Berge oder auf die 1000 Inseln im Mekong. Da ich nur einen Tag eingeplant hatte, entschied ich mich, eine Wanderung zum Wahrzeichen von Pakse zu machen. Ein Goldener Buddha auf einem Berg 5 km außerhalb und in 400 m Höhe. Man hat hier einen tollen Ausblick auf die Stadt und die Umgebung mit dem Fluss. 

 Am nächsten Tag wurde es richtig anstrengen. 13 Std mit dem Bus über die Grenze nach Siem Reap. Die Straßen waren teilweise in chaotischen Zustand und die Busse, ich mußte 3 mal umsteigen, waren nicht besser. Wir waren heilfroh als wir nachts um 10 dann angekommen sind. War aber eine nette Reisegesellschaft und wir haben noch die halbe Nacht zusammen verbracht. Eine Lady die ich kennengelernt habe ist Guide in Chiang Mai in Thailand. Ihre Adresse hab ich für alle fälle mal behalten.Für Laos braucht man viel Zeit aber ich denke die werde ich mir noch nehmen und man kanns gut mit Nordthailand verbinden.

Gleich anschließend sind dann Freunde aus Deutschland gekommen, mit denen ich dann 2 Wochen verbracht habe. Nach einer Besichtigungstour durch Siem Reap und 2 Tagen bei uns sind wir in den Süden gefahren. In Angkor habe wir uns für 3 Tage einen deutschsprachigen Guide mit MiniVan gebucht.  Zum Anfang fuhren wir raus zum Phnom Kulen. Es ist ein Naturschutzgebiet mit einem Heiligtum, einigen Ruinen und Wasserfällen zum Baden. Wir hatten Glück denn es war ein Feiertag und die Angehörigen brachten die Geschenke für die Mönche. Einmal im Jahr bekommen sie neue Kleidung und sonstige Dinge für den täglichen Gebrauch. Diese werden vor der Übergabe noch mit einer aufwendigen Zeremonie gesegnet und dann feierlich überreicht. Sehr beeindruckend. Danach das erfrischende Bad im Becken vor einem ca 10m hohen Wasserfall. 

Auf dem Rückweg besuchten wir noch Banteay Srei(die Zitadelle der Frauen) eine kleine aber sehr gut erhaltenen Ruine.

Obwohl der 1.Tag sehr anstregend war, beschlossen wir am nächsten Tag um 5 Uhr aufzustehen und den Sonnenaufgang zu bewundern. Die Kulisse vor Angkor Wat wenn die Sonne aufgeht ist einfach toll. Trotzdem rate ich jeden schon um 4 Uhr rauszufahren, um die "stille Zeit" davor mitzubekommen. Sehr schön, wenn auch durch hunderte Touristen etwas getrübt. 

Dann das Pflichtprogramm: Angkor Wat, Angkor Thom mit Bayon, Elefantenterasse und Lebraterasse. Dann wars genug und wir wollten nur noch ins Hotel. 

Für den 3. Tag haben wir uns dann noch Ta Prom, Banteay Kdei, die Rolusgruppe mit Lolei und als Höhepunkt, den Sonnenuntergang am Phnom Krom zu erleben, aufgehoben. Es ist etwas ausserhalb und die Guides wollen einem lieber zum Phnom Bakheng bringen. Ist aber lang nicht so schön und immer überlaufen. 

Im Süden verbrachten wir dann erstmal 2 Tage in der Nähe von Sihanoukville. Vor uns das Meer und hinter uns der Urwald und das in einfachen aber zweckmäßigen Bungalos im Monky Maya Resort.

Dann gings weiter nach Kampot und Kep. Für mich die schönste Gegend die ich bis jetzt in Kambodscha gesehen habe. Der Nationalpark Kep ist für Wanderer sehr gut erschlossen. 32 km Wanderwege in mitten eines Urwalds mit Affen, Vögeln und seltenen Pflanzen lohnt sich dort ein paar Tage zu verbringen. Ein Hightlight war die Auffahrt auf den 1080 m hohen Phnom Popok oder Bokor. Zu sehn gabs eine gewaltige Buddha Statue, Wasserfälle und die Ruine eines alten Spielkasinos. Beindruckender war allerdings die tolle Aussicht und die Landschaft mit seltenen Pflanzen, z.B. Fleischfressende Arten, und tollen Steinformationen. Getrübt wurde das ganze von den vielen Neubauten, Hotels und Spielkasinos, womit die Chinesen die Landschaft verschandeln. Ist aber trotzdem einen Ausflug wert. Eine Besichtung einer Pfefferplantage im Hauptanbaugebiet Kampot ist natürlich Pflicht. Es war interessant und lehrreich.

Noch 2 Tage Badeurlaub im Gecko Village mit Kajakfahren durch Mangrovenwäldern und ich verließ meine Freunde und machte mich auf die 13 Std lange Busfahrt nach Hause. Mein nächstes Rennen , der Angkor Wat Halbmarthon, rückt immer näher und ich brauche noch Trainingseinheiten. Da das Wetter zu Zeit sehr unbeständig ist und es bei Regen hier auf den schlechten Wegen keinen Spass macht zu laufen, muß ich jeden Tag ausnützen. War aber eine wunderschöne Zeit. 

22.11.17 12:42, kommentieren