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Januar bis März

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2017 hat mit einem tollen Feuerwerk in Battambang und einer feuchtfröhlichen Silvesterfeier mit einer Kampodschanischen Familie begonnen. Am nächsten Tag hab ich mir dann ein Rad ausgeliehen und eine Tour zu den Ruinen von Wat Ek Phnom unternommen. Die 16 km lange Tour führte durch kleinere Dörfer in denen Reispapier hergestellt wird und Prahok - fermentierte Fischpaste- gehört zum kampotschanischen Essen und stinkt gewaltig. 

Wieder daheim habe ich mir ein Moto gekauft. Wollte eigendlich ein richtiges Motorrad, aber habe mich dann überzeugen lassen, daß ne 125 Honda für die Straßen hier genau das richtige ist. Hat sich auch Bewahrheitet. Bin jetzt ca 1000 km damit gefahren und hab schon einige Stürze hinter mir aber alles ist gut abgegangen.

Die erst Tour ging zum Steinsee Ang Trapeang Thmor, jetzt ein Vogelschutzgebiet, der von den Roten Khmer zur Bewässerung angelegt wurden, wobei tausende Menschen gestorben sind. 

Mit meiner 2. großen Radtour bin ich von Sisaphon Richtung Tailändische Grenze gefahren, nach Malai. Touristisch ist das Gebiet nicht interessant, aber Landschaftlich sehr schön. Immer mit Blick auf das Grenzgebirge und an Obstplantagen vorbei war es sehr kurzweilig. 200 km in 2 Tagen waren aber dann doch ganz schön anstrengend.

Meinen ersten größerer Ausflug in Kampotscha unternahm ich dann im Februar in den Osten. Mit dem Bus gings nach Kampot Cham, eine ehmalige Französische Stadt, die hauptsächlich bekannt ist für ihre Bambusbrücke. Eine Brücke über den Mekong aus 40000 Bambusstangen, die jedes Jahr nach der Regenzeit wieder neu aufgebaut wird. Eine tolle Leistung und sehr interessant.

Am nächsten Tag ging die Fahrt nach Sen Monorom, wo ich eine 2-tägige Dschungeltour gebucht hatte. Am ersten Tag eine 20 km lange Trekkingtour und am 2.Tag Begegnung mit Elefanten inklusife Füttern und Waschen. Übernachtet habe ich in einer Hängematte bei einem Bergvolk. 

Danach wieder zurück zum Mekong nach Kratie, wo ich mir ein Fahrrad ausgeliehen habe, mit dem ich dann 3 Tage den Mekong aufwärts nach Stung Treng gefahren bin. Der erst Tag ging noch über normale Straßen immer mit Blick auf den Fluß und einer Bootstour zu den Irrawaddy-Delphine. Das sind Flußdelphine die es nur hier gibt und nicht mehr viele. Abends dann Überfahrt mit der Fähre auf die größte Insel im Mekong und Übernachtung im Homestay, d.H. einheimische vermieten eine Matratze mit Moskitnetz in ihrem Wohnhaus und versorgen dich mit Essen. Einfach aber ausreichend wenn man keine Ansprüche stellt, vor allem ans Essen. 

Der 2. Tag war hart. Es ging 45km über die Insel mit vielen Steigungen aber vor allem ohne Straße. Es waren Sandpisten, Schotterwege und sonstiges und ich war restlos fertig als ich wieder am Ufer war. Dort wurde ich von einem Langboot abgeholt, das mich 2 Std den Mekong rauf fuhr über Stromschnellen und tausenden kleinen Inseln. Eine tolle Fahrt. Abends wieder Homestay. 

Am 3.Tag hatte ich wenigstens wieder fast normale Wege, wenn auch nicht geteert. Es waren dann auch nur noch 30 km nach Stung Treng durch kleine Ortschaften. War sehr entspannend. In Strung Treng habe ich mir ein etwas besseres Hotel gegönnt, mir einer sehr schönen Dachterasse ,wo ich beim Abendessen einen tollen Sonnenuntergang über dem Fluß zusehen konnte. Das war aber auch das bemerkenswerteste was man über Stung Treng sagen kann. Hatte dann am nächsten Tag Glück, daß ich einen Bus erwischt habe der nach Tailand fuhr und mich ohne Unterbrechung nach Hause brachte.

Ich habe auf dieser und den anderen Touren natürlich jede Pagoda angeschaut an der ich vorbei gekommen bin. Aber es sind zu viele um sie zu erwähnen und alle sind irgendwie gleich. Viele wurden von den Roten Khmer zerstört und werden nun neu gebaut.  Allerdings habe ich hier in Sisaphon eine gefunden die in keinem Reiseführer erwähnt wird. Die Gebäute sind wie die anderen aber sie steht auf einem Berg. Und man kann auf in Stein gehauenen Stufen eine steile Treppe in den Berg absteigen und kommt in eine Grotte mit einem alten Zeremonieplatz. Sehr beeindruckend. Und man hat Gelegenheit Fledermäuse aus nächster Nähe zu beobachten.

Da ich ja jetzt ein Moto habe, fahre ich natürlich die 100km nach Siem Reap nicht mehr mit dem Bus. Somit bin ich beweglicher und kann das Umland von Siem Reap erkunden. Allerdings ist vieles nur mit einer Eintrittskarte von Angor Wat zugänglich. Man glaubt nicht was das für ein riesiges Gebiet umfast. Wer viel sehen will und hier Urlaub macht sollte auf jeden Fall 3 Tage einplanen. Bin dann lieber 50 km in den Norden gefahren, nach Phnom Kampot, ein Naturschutzgebiet und ein für Kampdscha Heiliger Berg. Da war ich dann auch wieder froh das Moto dabei zu haben. Mit dem Auto kommt man zwar an die Hauptsehenwürdigkeiten, Fluß der 1000 Lingams, liegender Buddha und Wasserfall, aber dann hat mir ein Einheimischer das Gebiet auf Wegen gezeigt die ich alleine nie befahren hätte. Es waren tolle Wanderwege aber mit Moto?? Off Road vom feinsten und zur Belohnung gab es Uralte Steinelefanten, die wirklich kaum Touristen zu sehen bekommen. Laut Reiseführer ist das Gebiet auch noch wegen Tretminen zu gefährlich. Na ja!!

 

 

1.4.17 17:18, kommentieren

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Dezember

Das Jahr ist vorbei. War sehr aufregend für mich. Bin jetzt 4 Monate hier und es gefällt mir nach wie vor. Anfang des Monats haben sie angefangen alles weihnachtlich zu schmücken. Wie bei uns nur die Weihnachtslieder fehlen. Statt echter Tannen werden künstliche Bäume aufgestgellt. Habe jetzt alle 10 Pagodas hier mit dem Fahrrad angefahren. Manche waren doch ziemlich weit außerhalb aber es hat sich gelohnt. Erst Aufstieg auf einen Hügel mit toller Aussicht und dann Abstieg in eine Grotte 40m unter die Erde mit Fledermäusen. Dazu Kaffeetrinken mit den Mönchen und leichte Unterhaltung ( mein Englisch ist noch nicht viel besser). Alles nichts was in Reiseführern steht. Auch wenn ich übers Land mit dem Fahrrad unterwegs bin, komme ich immer wieder mit Einheimischen ins Gespräch, wenn auch nur mit Händen und Füßen! Bei der GIZ hatten wir dann eine Betriebsweihnachtsfeier im deutschen Stil mit Plätzchen und Stollen, dazu Kambotschanische Lifemusik. Tolle Mischung. Nach Weihnachten habe ich mich dann endlich an meine erste größere Tour getraut. In 2 Tagen 160 km. Hört sich nicht viel an aber die Straßen sind nicht immer die besten. Besichtigung von Banteay Chhmar, einer alten Tempelanlage an der Tailändischen Grenze mit Homestay = Übernachtung bei einer Dorffamilie. Einfaches Bett mit Moskitonetz und Waschgelegenheit. Sylvester wird hier mehrer Tage gefeiert, obwohl sie im April ihr eigenes Neujahr haben. Ich war in Battambang und habe meinen ersten Khmer Kochkurs mitgemacht. Kurz vor Mitternacht gings dann auf die Strandpromenade, mit Lifemusik und jeder Menge Ess- und Verkaufsstände. Eine Familie hat mich spontan eingeladen mit ihnen zu feiern und wir haben bis 1 Uhr getanzt und getrunken, es war toll. Mitternacht gabs zwar ein Feuerwerk aber das hat eigentlich keinen so richtig interessiert. Auch hat man sich nicht gratuliert oder so. War wirklich ein Erlebniss.

6.1.17 15:05, kommentieren